Meine Projekte

Von der Kritik zur Lösung

Der Ethik-Kodex der Pflege fordert im vierten Abschnitt klar: „Pflegefachkräfte müssen sich für die Gesundheitsversorgung als Menschenrecht einsetzen, die Würde und Freiheit aller Menschen wahren und umweltschädliche Praktiken reduzieren – denn diese gefährden die Gesundheit jedes Einzelnen.“

Für mich ist dieser Kodex kein Lippenbekenntnis, sondern Handlungsauftrag. Doch die Realität zeigt: Selbst evidenten Forderungen stehen systematische Ignoranz, kurzfristige Interessen oder strukturelle Trägheit entgegen.

Wie sonst lässt sich erklären, dass:

  • Klimaveränderungen seit der Industrialisierung systematisch ignoriert werden – obwohl sie direkte Auswirkungen auf die Gesundheit haben?
  • Pflegeheimbewohner:innen sich den starren Strukturen der Heime unterordnen müssen – statt selbstbestimmt leben zu können?
  • Kinder in Deutschland ohne Mittagessen in Jugendzentren kommen?
  • Wähler:innen Parkplätze statt Spielplätze fordern – und damit kurzfristigen Komfort über langfristige Lebensqualität stellen?
  • wissenschaftlich gesicherte Impfungen infrage gestellt werden – mit fatalen Folgen für den Gemeinschaftsschutz?

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Zwar bezeichne ich „Pflege und Gesundheit“, „Katastrophenschutz“ und „Demografie“ als meine primären politischen Themen, doch sind viele andere Bereiche genauso interessant und wichtig[1].


[1] Beendete Projekte vor Oktober 2025 stehen in dieser Liste nicht.


Arbeitskreis Pflege des SPD-Unterbezirkes Bremen-Stadt

Update 19.01.2026

Die erste Sitzung hat stattgefunden. Bei diesem Treffen habe ich eine Präsentaion über die demografische Entwicklung vorgestellt.

KI im Gesundheitswesen

Start: August 2025 Antrag gestellt

Hintergrund: Ein Bericht des Massachusetts Institute of Technology deckte auf, dass KI-Systeme in den USA Männer gegenüber Frauen, Heterosexuelle gegenüber Homosexuellen und Menschen mit guten Englischkenntnissen gegenüber solchen mit Sprachdefiziten ungleich behandeln – z. B. bei der Vergabe von Arztterminen.

Noch ist dies ein Bericht aus den USA. Ich bin aber überzeugt, dass auch Europäische Krankenkassen
die Vorteile einer KI-Beratung erkennen werden und dann sollten die ausführenden Institutionen bereit sein.

Examensurkunde direkt mit dem Zeugnis

Start: September 2024pdate 19.01.2026

Ziel: Mit Bestehen der Prüfung zur Pflegefachkraft soll auch die Berufszulassung verliehen werden.
Hintergrund: Am Ende der dreijährigen Ausbildung zur Pflegefachkraft bekommen die Absolventen das Abschlusszeugnis. Damit dürfen Sie nicht als Pflegefachkraft arbeiten.
Sie benötigen eine Berufsurkunde, das sogenannte Staatexamen. Diese Urkunde muss beantragt werden. Bis die Urkunde vorliegt, müsste die Ausgebildete Pflegefachkraft als ungelernter Pflegehelfer arbeiten.

Aktuell: Es scheint so, dass die Behörde aktiv wird.

Projekt Blaulichthafen

Start: Dezember 2024 Antrag gestellt.

Ziel: Hilfsorganisationen bekannter machen und die Selbstvorsorge der Bevölkerung stärken.

Hintergrund: Nach den verschiedenen Katastrophen der letzten Jahre ist es notwendig, dass jede Person in Deutschland sich mit dem Thema Selbstschutz auseinander setzt. Gleichzeitig können die Hilfsorganisationen, wie das THW, ASB, Feuerwehr, usw. ihre Fähigkeiten demonstrieren und ggf. neue Mitglieder gewinnen.

Bestehende Zwischenprüfung
als Pflegeassistentenabschluss

Start: November 2024

Ziel: Auszubildende der dreijährigen Ausbildung, die die Zwischenprüfung bestanden haben, sollen als Pflegeassistenten anerkannt werden.

Hintergrund: Nicht alle Auszubildenden bestehen das dreijährige Pflegeexamen. Dabei werden im ersten und zweiten Lehrdrittel bereits alle Fähigkeiten vermittelt, die für eine Pflegeassistenz nötig sind. Wenn diese Zwischenprüfung bestanden wurde, sollte jeder Abgänger der Ausbildung eine entsprechende Zulassung als Pflegeassistent bekommen.

Aktuell: Die Behörde wurde aktiv. Ob dies jedoch umgesetzt wird, ist fraglich. Denn auf Bundesebene wird derzeit ein neues Pflegeassistentengesetz diskutiert.

Bundesakademien im Bildungszeit-gesetz

Start Mai 2024

Ziel: Die Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Katastrophenmanagement soll nach dem Bildungszeitgesetz Bremens anerkannt werden.

Hintergrund: Die Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Katastrophenmanagement ist eine Bundeseinrichtung. Diese und ähnliche Bundesakademien sind nach den Bildungszeitgesetzten der Bundesländer nicht als „Berechtigt“ registriert. Das heißt wenn eine Person dort eine Fortbildung machen möchte – zum Beispiel zum Thema Gesundheitsversorgung im Katastrophenfall – und Bildungszeit beantragt, wird dies abgelehnt.

Aktuell: Es ist sehr schwierig, gesicherte Info-
rmationen zu bekommen.

Arbeitskreis Pflege des SPD-Unterbe-zirkes Bremen Stadt

Die Pflegekrise ist kein abstraktes Problem, sondern betrifft jeden von uns – direkt oder indirekt:

  • Pflegeheimbewohner:innen zahlen mehrere tausend Euro Zuzahlung im Jahr – obwohl sie oft ihr Leben lang in die Sozialkassen eingezahlt haben.
  • Angehörige, die ihre Eltern oder Partner:innen pflegen, erhalten auf dem ersten Blick deutlich weniger Unterstützung als Heimbewohner:innen – obwohl sie 24/7 Verantwortung tragen.
  • Berufstätige fragen sich zu Recht: Wie sollen wir künftig Rente, Kranken- und Pflegeversicherung finanzieren, wenn heute schon 48 % des (Arbeitgeber-) Bruttolohns für Sozialabgaben draufgehen?
  • Der Staat gibt immer mehr für Pflege aus: 2024 waren es 18 % mehr als im Vorjahr im Bereich der Unterstützung von Pflegeheimbewohnern.

Wir suchen Antworten – und Lösungen

Im Arbeitskreis Pflege des SPD-Unterbezirks Bremen-Stadt analysieren wir:

  • Aktuelle Missstände (z. B. ungerechte Zuzahlungen, Pflegekräftemangel,)
  • Zukünftige Herausforderungen (Demografischer Wandel, Digitalisierung, Klimafolgen für Pflegebedürftige)
  • Praktikable Lösungsvorschläge – die fair für alle Beteiligten sind: Pflegebedürftige, Angehörige, Fachkräfte und Steuerzahler:innen.

Unser Ziel: Keine Debatten im luftleeren Raum, sondern konkrete Forderungen – etwa zu:

  • Gerechteren Finanzierungsmodellen (z. B. Deckelung der Eigenanteile in Heimen)
  • Besserer Unterstützung für pflegende Angehörige (z. B. durch flexiblere Arbeitszeitmodelle)
  • Langfristiger Stabilisierung der Pflegeversicherung und eine Generationen-gerechtigkeit.

Mitmachen lohnt sich – denn Pflege geht uns alle an!

Eingeladen sind:

  • SPD-Mitglieder (ob neu oder langjährig engagiert)
  • Fachkräfte aus Pflege, Sozialarbeit und Gesundheitspolitik
  • Angehörige von Pflegebedürftigen
  • Kurzum Alle, die sich für eine solidarische und zukunftsfähige Pflege einsetzen wollen und Demokratie mitgestalten wollen

Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, dürfen Sie sich gerne an mich wenden.